Archiv für das Tag 'Werte'

Da staunte ich nicht schlecht: In Vechta ist der Boom zuhause. Überall ist die Prosperität förmlich zu sehen. Ich frage mich dann immer: Woran liegt das? Warum ist gerade hier der Erfolg ansässig? Was machen diese Menschen offensichtlich erfolgreich anders? Was differenziert diese Menschen im Wettbewerb zu anderen erfolglosen Regionen?

Klasse, dass ich dazu gerade eine Projekt begleiten darf. Die Erfolgsgeschichte hat auch hier einen Namen: M. Knake Blechbearbeitung und Gerätebau GmbH. Hier ist der Name Programm. Damit diese Erfolgsgeschichte weitergeht, beginnt das Projekt „Knake Zukunftswerkstatt 2023“.

Wunderbar ist auch für mich als Berater, mit welcher Akribie und Motivation man dieses Projekt seitens der Belegschaft und des Managements wahrnimmt. Kurz: Man nimmt es ernst, delegiert es nicht „weg“. Im Gegenteil: Es steht ganz oben auf die Agenda. Sicherlich ein Grund dafür, warum das Unternehmen bis heute dermaßen erfolgreich seinen Weg in der Blechumformung ging.

Für Maschinenbauer heißt es nun: Hingeguckt und aufgepasst. Bei Knake tut sich was! Hier optimiert sich ein leistungsstarker Wertschöpfungspartner für innovatives Blechumformungsknow-how. Damit Lieferanten, Kunden, Mitarbeiter und Interessanten zukünftig am Puls der Zeit sind, gibt es so eine Art Liveticker: Was passiert gerade aktuell im Projekt Knake Zukunftswerkstatt 2023? Und es versteht sich, dass ein solch innovatives Unternehmen gleich online Nägel mit Köpfen macht. Schlagwort Facebook. Demnächst mehr dazu.

Lars Zimmermann

Trans was? Warum? Wofür?

Zum Nachdenken gedacht…

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Während der Osterzeit trieb es mich mit Familie nach Stralsund. Ein wunderbarer Ort, sehr sehenswert. Während ich durch die Stadt schlenderte, blieb ich vor einem Fenster der Targobank stehen. Warum? Waren das nicht die Kandidaten, die ihre Bank – bei der Bankenkrise damals 2007/8 - fast in die Pleite geführt hätten, hätte der Steuerzahler sie nicht gerettet?

Citibank, das waren doch die, die 2008 an die Franzosen verscherbelt wurden? Befasst man sich mit dem Ursprung dieser Bank von 1915 und den Werten und der Mission, frage ich mich gerade, ob die Manager im Größenwahn das je interessiert hat. Da steht nämlich Interessantes drin. Das gibt Orientierung und Bodenständigkeit im finanziellen Turbowahnsinn.

Nun stehe ich da vorm Fenster und bin baff erstaunt, wie man Kunden so mir nichts dir nichts auf eine andere Fährte lockt. Und ich frage mich dabei: Welche Werte stecken denn nun in der Unternehmensphilosophie dahinter? Glaubwürdig? Ich habe keinen guten Eindruck, auch wenn Werder Bremen dafür Reklame läuft.

Da staunte ich als Berater nicht schlecht. Das in harter Arbeit entwickelte Unternehmenshaus 2020 plakativ an die Wand gebracht. Gleich gegenüber der Geschichte des Unternehmens.

Erstaunlich, aber andererseits auch wider nicht. Es sind mal gerade zwei Jahrzehnte. Aber die Dynamik, die Vibration ist überall zu spüren. Klasse, wie man dort mit Zukunftsideen und den dazugehörigen Werten und der Mission umgeht. Da können viele was lernen!

Zu Beginn des Jahres brachte mich als Berater, Trainer und Coach kommunikationsoptimierer.de der Maschinenbau nach Wengen. Dort überlegt man sich, die Akademie für die eigene Fort- und Weiterbildung auszubauen.

Was lag daher näher, auch mit dem kommunikationsoptimierer.de in den Dialog zu treten. Was mich begeisterte, war die Geschichte dieses Unternehmens. Ich las etwas von der Elexis AG. War das nicht etwas, was mit der ehemaligen AEG zusammenhing?

Durch meine Reise im Maschinen- und Anlagenbau war damit mein Interesse nochmals deutlich gesteigert. Schön, wenn man in dieser schnelllebigen Welt auf bewährte Werte und Tradition trifft.

Es war ein spannender Dialog mit den Entscheidern. Der kommunikationsoptimierer.de hofft, auch dort in Wengen seine Duftmarke gesetzt zu haben. Wir dürfen gespannt bleiben, was sich ggf. tut!

Das fragte ich mich die Tage während eines Coaching im Maschinenbau-Vertrieb. In der Mittagspause kamen wir in Mölln an einem sogenannten Schandpfahl vorbei.

Dabei dachte ich an meine Erfahrungen mit dem Telefonterror von 1&1. Völlig abgenervt machte ich meinem Ärger bei XING Luft. Erstaunlich, wer sich alles dazu meldete – mit gleichen oder zumindest ähnlichen Erfahrungen.

Offensichtlich ist man da bei 1&1 dem Shareholder Value Wahn verfallen. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft ich geäußerte habe, zur Telekom zurückgegangen zu sein. Und das ich absolut zufrieden bin. Das scheint 1&1 noch mehr anzustacheln, nun wie nach der Eieruhr zu nerven. Mit meinem Blackberry werde ich nun wohl auch umziehen, denn wer will schon mit einem Anbieter und solchen Machenschaften zu tun haben. Da wirkt Herr Davis von 1&1 echt schräg. Selbst das Anmailen über XING an den Vorstand (!) brachte null Reaktion. Da heißt es dann einfach: Tschüss!

War das eine aufregende Woche im Vertrieb: 4 Tage Vertriebs-Coaching am POS waren sehr ereignisreich. Was es da für Augen und Ohren gab, das gibt guten Input für weitere Projekte im Maschinen- und Anlagenbau.

Der Abschluss war ein bewegender Workshop mit einem Spezialmaschinenbauer. Im Hunsrück rückt man von Natur aus schon enger zusammen. Die pfiffige Geschäftsführung nutzt diese Tugend eindrucksvoll. Der Erfolg gibt ihnen recht. Eine Unternehmenskultur, die einfach Spaß macht, fördert und fordert.  Felix von Cube lässt sicherlich gerne grüßen!

Der Appell des kommunikationsoptimierer.de lautet daher:  Weiter so!

Lars Zimmermann

Kein Volk von Hedonisten?

Heute lese ich in der Welt am Sonntag einen Artikel “Kein Volk von Hedonisten” von Martin Kroh. Er befaßt sich mit dem Wertewandel in der jüngeren Generation, der sich nicht mit der polemischen Formel „Spaßgesellschaft” erklären läßt. Aber warum nun greife ich das hier im Blog auf?

Seit dreizehn Jahren nun befasse ich mich mit dem breiten Feld der Veränderungsprozesse in der deutschen Wirtschaft. Gerade in der intensiven Arbeit mit Klienten, beispielsweise beim Erstellen von sogenannten Drehbüchern, fällt mir immer wieder ins Auge, wie schwer der banal klingende Satz „Betroffen zu Beteiligten machen” umzusetzen ist . Und: Wie wenig man zu oft bereit ist, sich wirklich intensiver und tiefer mit dem Begriff VERÄNDERUNG auseinanderzusetzen. Was soll das denn genau sein – Veränderung? Was soll anders sein als heute? Wieviel Zeit will man sich für eine Auseinandersetzung nehmen? Wie emotional darf sie sein? Inweiweit ist man bereit zu erkennen, dass bei Regelbrüchen der Zustand des Bisherigen erst einmal schlechter wird, um dann mittelfristig besser zu werden. Herr Kroh schreibt mir heute aus der Seele: „Die traditionelle Industrie-Mentalität, die Leistung am besten durch Kontrolle und die Autorität von Vorgesetzten zu erzwingen sucht, hat hingegen keine Zukunft mehr. Nur zögerlich nimmt die Wirtschaft diese neue Realität an und ändert entsprechend ihre Methoden der Personalführung…”.

Als politisch interessierter Zeitgenosse lese ich auch mit Freude: “Und auch die politische Willensbildung scheint dieses neue Selbstbewußtsein noch nicht angekommen zu sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass jüngst der Kanzlerkandidat und der Vorsitzende der Volkspartei SPD in Hinterzimmern durch einen kleinen Zirkel selbst ernannter politischer Eliten bestimmt und nicht nur den vielen Parteimitgliedern, sondern sogar dem Vorstand lediglich zum Abnicken präsentiert wurde?”

Dabei frage ich mich gerade: Ist das nicht eher der Normfall? Wo unterscheiden sich genau in diesem Punkt große von kleinen Organisationsstrukturen?

Lars Zimmermann

Cash, cash, cash! Ja, Pustekuchen!?

Heute lese ich in der FTD auf der Seite 23 den Artikel “Wenden unmöglich”.  Worum geht`s? Kurz gesagt: Veraltete Fabriken, fehlende Plattformen, explodierende Kosten – zu lange haben die “Big Three” der US-Automobilindustrie an überkommenen Strukturen festgehalten. Für den Wandel ist es jetzt womöglich zu spät: GM, Ford und Chrysler droht die Pleite. Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Nun frage ich mich: Sind das die resultierenden Ergebnisse der “Shareholder-Value-Idee”? Ist das die Auswirkung, wenn`s nach Investorenmeinung nur um kurzfristigen Profit geht? Wo bleibt da die langfristige Perspektive? Was meinen Sie: Um was geht es im Unternehmertum? Kurzfristigen Profit oder doch um etwas anderes? Welche Werte sind Ihrer Meinung nach die entscheidenden Grund-Werte?

In der neuen Cicero 07/08 lese ich gerade das Interview mit dem Lebensmittelchemiker Udo Pollmer. Wer kennt ihn nicht? Ist er schließlich einer der bekanntesten Kritiker von verbreiteten Ernährungsmythen.

Aber lesen Sie selbst.

Udo Pollmer ist einer der bekanntesten Kritiker von verbreiteten Ernährungsmythen. Der studierte Lebensmittelchemiker war Lehrbeauftragter für Haushalts- und Ernährungswissenschaften an der Fachhochschule Kassel und der Universität Oldenburg. Pollmer ist seit 1995 Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V. (EU.L.E.). Bekannt wurde Pollmer als Wissenschaftsjournalist und wortgewandter Kritiker von Lebensmittelindustrie, Gesundheitsaposteln, Ernährungsberatern und Diätbefürwortern. Er verfasste zahlreiche Bestseller, darunter das Lexikon der Ernährungsirrtümer, und ist ein gefragter Gast in Fernseh- und Hörfunksendungen.

Wie wird man Ernährungskritiker?
Pollmer: Das verdanke ich meiner Ausbildung zum Lebensmittelchemiker. Im Studium wurde uns allen Ernstes erzählt, Schadstoffe seien verboten, die bräuchten wir nun wirklich nicht mehr zu lernen. Das war vor 30 Jahren. Heute leben die Kollegen davon, dass sie jene Rückstände messen, die man damals für belanglos hielt. Als mir dann noch ein Schlachthofveterinär – mit der Begründung, als angehender Lebensmittelchemiker sei man ja befugt, das zu erfahren – im Detail gezeigt hat, warum die Arzneimittel-Kontrollen beim Fleisch systematisch ins Leere laufen, ist bei mir der Groschen gefallen. Das wundersame Verschwinden der Rückstände hing beispielsweise damit zusammen, dass der Gesetzgeber Nachweismethoden vorschrieb, mit denen man nichts finden konnte.

Wachsendes Misstrauen gegen staatliche Kontrollen und Machenschaften der Industrie war also Ihr Erweckungserlebnis?
Pollmer: Noch nicht einmal. Es war nur eine ganz natürliche Neugierde und die Einsicht, dass man nicht nur uns Studenten für dumm verkauft hat, sondern dass dies auch im weiteren Berufsweg so bleiben würde. Daraus entstand mein erstes Buch Iss und stirb, das 1982 erschien. Es kam genau zur rechten Zeit, damals begann in Deutschland die Diskussion um Schadstoffe in der Nahrung. Die war längst überfällig.

Wie reagierte die Lebensmittelwirtschaft darauf?
Pollmer: Heftig. Ich war bald der Lieblingsfeind der Branche, insbesondere der Agrar- und Fleischwirtschaft. Erst kam die Phase des Abstreitens von Problemen und des Rechtfertigens der Missstände. Es dauerte, bis sich etwas änderte. Aber nicht aus Einsicht, sondern durch die Gesetze der Biologie: Die alte Garde begann abzutreten, eine neue Generation übernahm das Ruder. Zudem hatte Tschernobyl tiefe Spuren im Bewusstsein der Bevölkerung hinterlassen. Mit der Katastrophe hatten die Experten ihren Heiligenschein eingebüßt. Früher genügte es, wenn sie mit ernster Miene versicherten, »keine Gefahr«. Nun galt der Spruch als Verharmlosung und weckte erst recht Misstrauen.

Hier das komplette Interview.

Ich frage mich nun: Was kann die B2B-Branche daraus lernen? Was meinen Sie dazu?

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