04.11.2011
Archiv für das Tag 'Werte'
04.11.2011
02.05.2011
Anspruch und Wirklichkeit – Ein Blick zurück!
Während der Osterzeit trieb es mich mit Familie nach Stralsund. Ein wunderbarer Ort, sehr sehenswert. Während ich durch die Stadt schlenderte, blieb ich vor einem Fenster der Targobank stehen. Warum? Waren das nicht die Kandidaten, die ihre Bank – bei der Bankenkrise damals 2007/8 - fast in die Pleite geführt hätten, hätte der Steuerzahler sie nicht gerettet?
Citibank, das waren doch die, die 2008 an die Franzosen verscherbelt wurden? Befasst man sich mit dem Ursprung dieser Bank von 1915 und den Werten und der Mission, frage ich mich gerade, ob die Manager im Größenwahn das je interessiert hat. Da steht nämlich Interessantes drin. Das gibt Orientierung und Bodenständigkeit im finanziellen Turbowahnsinn.
Nun stehe ich da vorm Fenster und bin baff erstaunt, wie man Kunden so mir nichts dir nichts auf eine andere Fährte lockt. Und ich frage mich dabei: Welche Werte stecken denn nun in der Unternehmensphilosophie dahinter? Glaubwürdig? Ich habe keinen guten Eindruck, auch wenn Werder Bremen dafür Reklame läuft.
02.02.2011
Vision, Mission und Werte beim Cafe stets auf dem Schirm!
Da staunte ich als Berater nicht schlecht. Das in harter Arbeit entwickelte Unternehmenshaus 2020 plakativ an die Wand gebracht. Gleich gegenüber der Geschichte des Unternehmens.
Erstaunlich, aber andererseits auch wider nicht. Es sind mal gerade zwei Jahrzehnte. Aber die Dynamik, die Vibration ist überall zu spüren. Klasse, wie man dort mit Zukunftsideen und den dazugehörigen Werten und der Mission umgeht. Da können viele was lernen!
15.01.2011
AEG und deren Geschichte im Maschinenbau zum Greifen nahe. Toll!
Zu Beginn des Jahres brachte mich als Berater, Trainer und Coach kommunikationsoptimierer.de der Maschinenbau nach Wengen. Dort überlegt man sich, die Akademie für die eigene Fort- und Weiterbildung auszubauen.
Was lag daher näher, auch mit dem kommunikationsoptimierer.de in den Dialog zu treten. Was mich begeisterte, war die Geschichte dieses Unternehmens. Ich las etwas von der Elexis AG. War das nicht etwas, was mit der ehemaligen AEG zusammenhing?
Durch meine Reise im Maschinen- und Anlagenbau war damit mein Interesse nochmals deutlich gesteigert. Schön, wenn man in dieser schnelllebigen Welt auf bewährte Werte und Tradition trifft.
Es war ein spannender Dialog mit den Entscheidern. Der kommunikationsoptimierer.de hofft, auch dort in Wengen seine Duftmarke gesetzt zu haben. Wir dürfen gespannt bleiben, was sich ggf. tut!
04.09.2010
Letzte Rettung? Marcell Davis an den Schandpfahl?
Das fragte ich mich die Tage während eines Coaching im Maschinenbau-Vertrieb. In der Mittagspause kamen wir in Mölln an einem sogenannten Schandpfahl vorbei.
Dabei dachte ich an meine Erfahrungen mit dem Telefonterror von 1&1. Völlig abgenervt machte ich meinem Ärger bei XING Luft. Erstaunlich, wer sich alles dazu meldete – mit gleichen oder zumindest ähnlichen Erfahrungen.
Offensichtlich ist man da bei 1&1 dem Shareholder Value Wahn verfallen. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft ich geäußerte habe, zur Telekom zurückgegangen zu sein. Und das ich absolut zufrieden bin. Das scheint 1&1 noch mehr anzustacheln, nun wie nach der Eieruhr zu nerven. Mit meinem Blackberry werde ich nun wohl auch umziehen, denn wer will schon mit einem Anbieter und solchen Machenschaften zu tun haben. Da wirkt Herr Davis von 1&1 echt schräg. Selbst das Anmailen über XING an den Vorstand (!) brachte null Reaktion. Da heißt es dann einfach: Tschüss!
22.08.2010
Gemeinsam denken kann helfen – gerade im Spezialmaschinenbau!
War das eine aufregende Woche im Vertrieb: 4 Tage Vertriebs-Coaching am POS waren sehr ereignisreich. Was es da für Augen und Ohren gab, das gibt guten Input für weitere Projekte im Maschinen- und Anlagenbau.
Der Abschluss war ein bewegender Workshop mit einem Spezialmaschinenbauer. Im Hunsrück rückt man von Natur aus schon enger zusammen. Die pfiffige Geschäftsführung nutzt diese Tugend eindrucksvoll. Der Erfolg gibt ihnen recht. Eine Unternehmenskultur, die einfach Spaß macht, fördert und fordert. Felix von Cube lässt sicherlich gerne grüßen!
Der Appell des kommunikationsoptimierer.de lautet daher: Weiter so!
07.12.2008
Kein Volk von Hedonisten?
Heute lese ich in der Welt am Sonntag einen Artikel “Kein Volk von Hedonisten” von Martin Kroh. Er befaßt sich mit dem Wertewandel in der jüngeren Generation, der sich nicht mit der polemischen Formel „Spaßgesellschaft” erklären läßt. Aber warum nun greife ich das hier im Blog auf?
Seit dreizehn Jahren nun befasse ich mich mit dem breiten Feld der Veränderungsprozesse in der deutschen Wirtschaft. Gerade in der intensiven Arbeit mit Klienten, beispielsweise beim Erstellen von sogenannten Drehbüchern, fällt mir immer wieder ins Auge, wie schwer der banal klingende Satz „Betroffen zu Beteiligten machen” umzusetzen ist . Und: Wie wenig man zu oft bereit ist, sich wirklich intensiver und tiefer mit dem Begriff VERÄNDERUNG auseinanderzusetzen. Was soll das denn genau sein – Veränderung? Was soll anders sein als heute? Wieviel Zeit will man sich für eine Auseinandersetzung nehmen? Wie emotional darf sie sein? Inweiweit ist man bereit zu erkennen, dass bei Regelbrüchen der Zustand des Bisherigen erst einmal schlechter wird, um dann mittelfristig besser zu werden. Herr Kroh schreibt mir heute aus der Seele: „Die traditionelle Industrie-Mentalität, die Leistung am besten durch Kontrolle und die Autorität von Vorgesetzten zu erzwingen sucht, hat hingegen keine Zukunft mehr. Nur zögerlich nimmt die Wirtschaft diese neue Realität an und ändert entsprechend ihre Methoden der Personalführung…”.
Als politisch interessierter Zeitgenosse lese ich auch mit Freude: “Und auch die politische Willensbildung scheint dieses neue Selbstbewußtsein noch nicht angekommen zu sein. Wie sonst ist es zu erklären, dass jüngst der Kanzlerkandidat und der Vorsitzende der Volkspartei SPD in Hinterzimmern durch einen kleinen Zirkel selbst ernannter politischer Eliten bestimmt und nicht nur den vielen Parteimitgliedern, sondern sogar dem Vorstand lediglich zum Abnicken präsentiert wurde?”
Dabei frage ich mich gerade: Ist das nicht eher der Normfall? Wo unterscheiden sich genau in diesem Punkt große von kleinen Organisationsstrukturen?
10.07.2008
Cash, cash, cash! Ja, Pustekuchen!?
Heute lese ich in der FTD auf der Seite 23 den Artikel “Wenden unmöglich”. Worum geht`s? Kurz gesagt: Veraltete Fabriken, fehlende Plattformen, explodierende Kosten – zu lange haben die “Big Three” der US-Automobilindustrie an überkommenen Strukturen festgehalten. Für den Wandel ist es jetzt womöglich zu spät: GM, Ford und Chrysler droht die Pleite. Den kompletten Artikel finden Sie hier.
Nun frage ich mich: Sind das die resultierenden Ergebnisse der “Shareholder-Value-Idee”? Ist das die Auswirkung, wenn`s nach Investorenmeinung nur um kurzfristigen Profit geht? Wo bleibt da die langfristige Perspektive? Was meinen Sie: Um was geht es im Unternehmertum? Kurzfristigen Profit oder doch um etwas anderes? Welche Werte sind Ihrer Meinung nach die entscheidenden Grund-Werte?
29.06.2008
Das Ökomärchen: Was kann die B2B-Branche daraus lernen?
In der neuen Cicero 07/08 lese ich gerade das Interview mit dem Lebensmittelchemiker Udo Pollmer. Wer kennt ihn nicht? Ist er schließlich einer der bekanntesten Kritiker von verbreiteten Ernährungsmythen.
Aber lesen Sie selbst.
Udo Pollmer ist einer der bekanntesten Kritiker von verbreiteten Ernährungsmythen. Der studierte Lebensmittelchemiker war Lehrbeauftragter für Haushalts- und Ernährungswissenschaften an der Fachhochschule Kassel und der Universität Oldenburg. Pollmer ist seit 1995 Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V. (EU.L.E.). Bekannt wurde Pollmer als Wissenschaftsjournalist und wortgewandter Kritiker von Lebensmittelindustrie, Gesundheitsaposteln, Ernährungsberatern und Diätbefürwortern. Er verfasste zahlreiche Bestseller, darunter das Lexikon der Ernährungsirrtümer, und ist ein gefragter Gast in Fernseh- und Hörfunksendungen.
Wie wird man Ernährungskritiker?
Pollmer: Das verdanke ich meiner Ausbildung zum Lebensmittelchemiker. Im Studium wurde uns allen Ernstes erzählt, Schadstoffe seien verboten, die bräuchten wir nun wirklich nicht mehr zu lernen. Das war vor 30 Jahren. Heute leben die Kollegen davon, dass sie jene Rückstände messen, die man damals für belanglos hielt. Als mir dann noch ein Schlachthofveterinär – mit der Begründung, als angehender Lebensmittelchemiker sei man ja befugt, das zu erfahren – im Detail gezeigt hat, warum die Arzneimittel-Kontrollen beim Fleisch systematisch ins Leere laufen, ist bei mir der Groschen gefallen. Das wundersame Verschwinden der Rückstände hing beispielsweise damit zusammen, dass der Gesetzgeber Nachweismethoden vorschrieb, mit denen man nichts finden konnte.
Wachsendes Misstrauen gegen staatliche Kontrollen und Machenschaften der Industrie war also Ihr Erweckungserlebnis?
Pollmer: Noch nicht einmal. Es war nur eine ganz natürliche Neugierde und die Einsicht, dass man nicht nur uns Studenten für dumm verkauft hat, sondern dass dies auch im weiteren Berufsweg so bleiben würde. Daraus entstand mein erstes Buch Iss und stirb, das 1982 erschien. Es kam genau zur rechten Zeit, damals begann in Deutschland die Diskussion um Schadstoffe in der Nahrung. Die war längst überfällig.
Wie reagierte die Lebensmittelwirtschaft darauf?
Pollmer: Heftig. Ich war bald der Lieblingsfeind der Branche, insbesondere der Agrar- und Fleischwirtschaft. Erst kam die Phase des Abstreitens von Problemen und des Rechtfertigens der Missstände. Es dauerte, bis sich etwas änderte. Aber nicht aus Einsicht, sondern durch die Gesetze der Biologie: Die alte Garde begann abzutreten, eine neue Generation übernahm das Ruder. Zudem hatte Tschernobyl tiefe Spuren im Bewusstsein der Bevölkerung hinterlassen. Mit der Katastrophe hatten die Experten ihren Heiligenschein eingebüßt. Früher genügte es, wenn sie mit ernster Miene versicherten, »keine Gefahr«. Nun galt der Spruch als Verharmlosung und weckte erst recht Misstrauen.
Ich frage mich nun: Was kann die B2B-Branche daraus lernen? Was meinen Sie dazu?
20.05.2008
Haben die politischen Eliten Mut zu mehr Labor Hoffenheim?
Na prima, werden sich viele beim Aufstieg des Fußballwinzlings TSG Hoffenheim in die Erste Bundesliga gedacht haben: Das kann doch jeder – gesponsert von einem schwerreichen Unternehmer, der keine Ahnung hat und nicht weiß, wohin mit seinem Geld. Wer so denkt, tut Dietmar Hopp, dem SAP-Mitgründer und Hoffenheim-Mäzen, unrecht. Hopp hat ein Experiment gewagt, dass nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus rein unternehmerischer Sicht spannend ist: Wie weit lässt sich Erfolg planen? Hopp setzt nicht nur auf seine schiere Kaufkraft, sondern auf ein umfassendes Konzept. Er hat mit dem ehemaligen Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters, dem Psychologen der Nationalelf Hans Dieter Hermann und dem “Professor” genannten Ralf Rangnick einige der klügsten und kreativsten Köpfe der Branche in sein Team geholt. Hinzu kommt ein langfristiger Finanzierungsplan. Und: Hopp bringt Idealismus mit. Schließlich hat er einst selbst bei Hoffenheim gekickt. Den ganzen Beitrag lesen »








