30.05.2010
Wo stecken die Lenas im deutschen Maschinenbau?
Wie haben Sie gestern den Eurovision Song Contest erlebt? Ganz ehrlich – in Schlafstellung. Warum? Weil ich mir gleich anfangs dachte: „Oh, nein, bitte nicht so eine Einheitssoße.“ Zwar bin ich nur Musiklaie. Aber das, was meine Augen und Ohren zu boten bekamen, sah und klang so richtig nach Einheitsbrei. Ich raffte mich dann wieder auf, bei Startnummer 22 am Ball zu bleiben. Und als es dann soweit war, war ich auf einmal hellwach. Was für ein toller Auftritt. Keine Spur von Einheitssoße. Lebensfreude pur kam da über den Bildschirm geschossen. Ich fühlte mich emotional richtig gut angesprochen und wusste auf einmal, nach was ich mich als Konsument sehne: Frische Gesichter, neue Ideen, andere Wege in der Präsentation. Auf jeden Fall: Bitte kein Mainstream! Davon wimmelt es ja nur so um uns.
Schnitt. Denken wir an den Maschinenbau in diesem Zusammenhang wird eines sofort klar. Wenige haben wirklich Mut, übliche Regeln zu brechen. Frisch und frei jenseits üblicher Rituale mit Risiko auszubrechen. Lena hat das einfach gemacht. Gratulation zum Mut. Kurz: Wo stecken die Lenas im deutschen Maschinenbau?


