Monatsarchiv für Juni 2008

In der neuen Cicero 07/08 lese ich gerade das Interview mit dem Lebensmittelchemiker Udo Pollmer. Wer kennt ihn nicht? Ist er schließlich einer der bekanntesten Kritiker von verbreiteten Ernährungsmythen.

Aber lesen Sie selbst.

Udo Pollmer ist einer der bekanntesten Kritiker von verbreiteten Ernährungsmythen. Der studierte Lebensmittelchemiker war Lehrbeauftragter für Haushalts- und Ernährungswissenschaften an der Fachhochschule Kassel und der Universität Oldenburg. Pollmer ist seit 1995 Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften e.V. (EU.L.E.). Bekannt wurde Pollmer als Wissenschaftsjournalist und wortgewandter Kritiker von Lebensmittelindustrie, Gesundheitsaposteln, Ernährungsberatern und Diätbefürwortern. Er verfasste zahlreiche Bestseller, darunter das Lexikon der Ernährungsirrtümer, und ist ein gefragter Gast in Fernseh- und Hörfunksendungen.

Wie wird man Ernährungskritiker?
Pollmer: Das verdanke ich meiner Ausbildung zum Lebensmittelchemiker. Im Studium wurde uns allen Ernstes erzählt, Schadstoffe seien verboten, die bräuchten wir nun wirklich nicht mehr zu lernen. Das war vor 30 Jahren. Heute leben die Kollegen davon, dass sie jene Rückstände messen, die man damals für belanglos hielt. Als mir dann noch ein Schlachthofveterinär – mit der Begründung, als angehender Lebensmittelchemiker sei man ja befugt, das zu erfahren – im Detail gezeigt hat, warum die Arzneimittel-Kontrollen beim Fleisch systematisch ins Leere laufen, ist bei mir der Groschen gefallen. Das wundersame Verschwinden der Rückstände hing beispielsweise damit zusammen, dass der Gesetzgeber Nachweismethoden vorschrieb, mit denen man nichts finden konnte.

Wachsendes Misstrauen gegen staatliche Kontrollen und Machenschaften der Industrie war also Ihr Erweckungserlebnis?
Pollmer: Noch nicht einmal. Es war nur eine ganz natürliche Neugierde und die Einsicht, dass man nicht nur uns Studenten für dumm verkauft hat, sondern dass dies auch im weiteren Berufsweg so bleiben würde. Daraus entstand mein erstes Buch Iss und stirb, das 1982 erschien. Es kam genau zur rechten Zeit, damals begann in Deutschland die Diskussion um Schadstoffe in der Nahrung. Die war längst überfällig.

Wie reagierte die Lebensmittelwirtschaft darauf?
Pollmer: Heftig. Ich war bald der Lieblingsfeind der Branche, insbesondere der Agrar- und Fleischwirtschaft. Erst kam die Phase des Abstreitens von Problemen und des Rechtfertigens der Missstände. Es dauerte, bis sich etwas änderte. Aber nicht aus Einsicht, sondern durch die Gesetze der Biologie: Die alte Garde begann abzutreten, eine neue Generation übernahm das Ruder. Zudem hatte Tschernobyl tiefe Spuren im Bewusstsein der Bevölkerung hinterlassen. Mit der Katastrophe hatten die Experten ihren Heiligenschein eingebüßt. Früher genügte es, wenn sie mit ernster Miene versicherten, »keine Gefahr«. Nun galt der Spruch als Verharmlosung und weckte erst recht Misstrauen.

Hier das komplette Interview.

Ich frage mich nun: Was kann die B2B-Branche daraus lernen? Was meinen Sie dazu?

Die EWE AG lädt am 30. Juni 2008 erneut seine Synergiegemeinschafts- Mitglieder ins Bremer Weserstadion ein. Der Dipl.-Wirtschaftsingenieur Lars Zimmermann vom kommunikationsoptimierer.de aus Salzgitter greift erneut die kommenden Herausforderungen an die regionalen Handwerker auf.

Hintergrund: Handwerksunternehmen müssen sich gerade im regionalen Märkten den Auswirkungen von Internet & Co. stellen. Kurzum: Welche Zukunftstrends im SHK-Handwerk sind heute schon eingeleitet? Was können Handwerker unternehmen, um im regionalen und überregionalen Wettbewerb zu punkten? Und wie hängt das mit dem Mut zu Regelbrüchen zusammen?

Im Anschluss sollte auch dieses Mal eine quicklebendige Diskussion zustande kommen. Zeigte sich schon bei der ersten erfolgreichen EWE Synergie- gemeinschafts-Veranstaltung, dass im Handwerk großes Entwicklungspotenzial schlummert. Beginn ist um 17.00 Uhr im EWE-Tower am Weserstadion.

 

Am 10. Juni 2008 trafen sich im Congresszentrum Hannover engagierte VDMA Mitglieder. Die zentrale Fragestellung an diesem Tag lautete: Verkaufen als Glückssache – oder – wie kann das Marketing den Verkauf pushen?

Allen Beteiligten waren sich darin einig, dass nach jahrelanger Produktsicht nun vehement die Nutzensicht im Verkauf folgen muss. Der Marketingleiter, Dipl.-Ing. Matthias Blanke, der Kuhnke Automation, ergänzte sich mit Dipl.-Wirtsch.-Ing. Lars Zimmermann vom kommunikationsoptimierer.de hervorragend. Es war ein lern- und lehrreichen Tag für alle Beteiligten. Beide berichteten sehr praxisnah und unterhaltsam aus den gemachten Erfahrungen der letzten zwei Jahre der gemeinsamen Projektarbeit “Verhaltensänderung für Systemgeschäft”. Herr Sandvoss vom VDMA wies zum Abschluss darauf hin, dass man den erfolgreich eingeschlagenen Weg im Hause Kuhnke Automation die nächsten Monate im Blick behalten werde. Kurzum: Es deutet sich eine Fortsetzung an. Im Sinne der engagierten Teilnehmer bleibt kurz festzuhalten: Gut so!