Die Ostertage waren dieses Jahr für mich ein Hort der Ruhe und Besinnung. Einfach mal Luft holen und viel lesen. So auch das Politmagazin “Cicero 04/08″. Mich zog der berühmte Tellerrand in seinen Bann. Warum? Ich las folgende Zeilen: Die Welt mag Kapitalisten nicht, mochte sie nie, aber die Welt braucht sie. Topmanager großer Konzerne, die eigentlich Angestellte sind, sich aber benehmen wie die Herren der Welt, Hedgefonds, von denen niemand genau weiß, wer und was sich hinter ihren Milliardenwerten verbirgt, haben scheinbar die Macht übernommen. Aber die alten Kapitalisten sind zäh. Den ganzen Beitrag lesen »
Es sind zwei recht ungleiche Brüder. Der eine liftet locker eine Last von 1000 Kilo in die Höhe – der „KR 1000 titan” gilt als stärkster Industrie-Roboter der Welt. Der andere ist hingegen besonders leicht gebaut: Der ebenfalls neue „KR 5 arc” kann zum Verschweißen von Autokarosserien eingesetzt werden, eignet sich aber auch für das Handling von Material. Entwickelt hat die beiden Roboter die Augsburger Firma Kuka. Sie bilden die Speerspitze einer Offensive, die die Schwaben in Ostasien gestartet haben, dem größten Robotermarkt der Welt. Kuka wagt sich in die Höhle des Löwen.
Das Beispiel zeigt: Selbstbewusst tummeln sich die deutschen Maschinenbauer auf den Weltmärkten. Ein ungewöhnlich langer Aufschwung beflügelt die Branche. Im fünften Jahr in Folge läuft der Maschinenbau auf Hochtouren. 2007 konnte die Produktion inflationsbereinigt um elf Prozent auf 181 Milliarden Euro gesteigert werden, der Auftragseingang gar um 19 Prozent. Auch für dieses Jahr ist die Branche optimistisch. „Das Produktionsvolumen wird real um fünf Prozent zulegen”, prophezeit Manfred Wittenstein, Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau VDMA. Angetrieben wird das Wachstum vom Export, in den gut drei Viertel der Produktion gehen. Vom Boom profitieren insbesondere die Hersteller von Werkzeugmaschinen. 2007 stieg ihr Umsatz um 16 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Für 2008 rechnet der Fachverband VDW abermals mit einem Produktionsanstieg von zehn Prozent. „Viele große Abnehmer haben mit zweistelligen Zuwachsraten in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Produktionsanlagen investiert”, so VDW-Chef Carl Martin Welcker. Den ganzen Beitrag lesen »
Heute las ich über eine Studie im Maschinenbau. Die Contrium Consulting AG aus Hamburg führte demnach eine Studie über die Trends im deutschen Maschinenbau durch. Befragt wurden Vorstände und Geschäftsführer von rund 450 Unternehmen mit jeweils mehr als 100 Millionen Euro Jahresumsatz. Ein Viertel dieser Unternehmen hat aktiv an der Befragung teilgenommen. In Zahlen ausgedrückt repräsentieren die in der Studie erfassten Unternehmen mit über 130 Milliarden jährlichen Umsatz 10% des Gesamtumsatzes und mit etwa 400.000 Mitarbeitern mehr als 40% der Beschäftigten der Branche.
Die Studie bestätigt viele bekannte Trends, zeigt aber auch in mehreren Fragen hochinteressante Entwicklungen: So scheinen mehr und mehr Unternehmen im Maschinenbau nicht nur ihre „Werkbank”, sondern auch ihr Know-how auslagern zu wollen. Die globalen Rahmenbedingungen lassen viele Unternehmen darüber nachdenken, auch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Ausland zu betreiben. Dementsprechend zeigt die Studie auch ganz klar auf, dass die Umsatzentwicklungen entsprechend erwartet werden: Der Auslandsumsatz wird rasant steigen, der inländische eher stagnieren, so prognostizieren die Manager der befragten Firmen.
Die Auswirkungen der Globalisierung machen den deutschen Unternehmen nicht nur Sorgen. Sie sehen darin vor allem Chancen für wachsende Absatzmärkte, auch wenn Industriespionage, Wechselkursrisiken und steigender Preisdruck als große Risiken genannt werden. Innerhalb der Verteilung der weltweiten Märkte wird sich nach den Erwartungen der Maschinenbauer einiges ändern: So genannte Schwellenländer wie China, Russland und Indien sollen den bisherigen Hauptabsatzmärkten den Rang ablaufen, der EU-15-Raum wird deutlich an Bedeutung verlieren. Den ganzen Beitrag lesen »
Auf der Zugfahrt nach München las ich heute in brand eins 03/08 einen Artikel, der mich zum Nachdenken brachte. Er hieß „Bloggen, bis der Arzt kommt”. Warum greife ich das gerade auf? Nun, ich bin ja selbst ein Blogger, oder zumindest bewege ich mich in diese Richtung.
Um was ging es in diesem Artikel? Kurz: Für zwei prominente Blogger hatte der Dauer-Sprint dramatische Folgen. Marc Orchant, einer der Führenden seiner Zunft, erlitt im Dezember 2007 einen Herzinfarkt und verstarb kurze Zeit später daran. Sein Kollege Om Malik ereilte das gleiche Schicksal. Allerdings verstarb er nicht.
Man vermutet, dass der Dauerstress, immer wieder das Neuste zu bringen und der Erste zu sein, die Ursache ist. Beide hatten allerdings schon begonnen, sich eine Schar von Angestellten zu zulegen.
Hier mag ein Zitat dienlich sein: „Sobald ich mit dem Schreiben und Redigieren fertig bin, muss ich mich ums Geschäftliche kümmern. Selbst auf dem Laufband nehme ich mir etwas zum Lesen mit. Mein Privatleben habe ich auf Eis gelegt – eine Beziehung kann ich vergessen.” Und ein weiteres Zitat lautet: „Sie schuften sich zu Tode, aber in zehn Jahren redet kein Mensch mehr von Ihnen.”
Nun frage ich mich: Wie sinnvoll ist das Bloggen wirklich? Was sind sinnvolle Argumente und was ist absehbar einfach nur purer Aktionismus – sozusagen ohne Sinn und Verstand? Denn der berechtigte (?) Vorwurf lautet: „Blinder Aktionismus ersetzt geistige Windstille!”.
Gerne würde ich dazu Standpunkte erfahren. Was meinen Sie dazu?
Vor einem Vierteljahr fragte mich ein bayerischer Klient: „Herr Zimmermann, haben Sie das Buch „Long Tail” von Chris Anderson gelesen?” Ich guckte damals vielleicht ein wenig verdutzt aus der Wäsche. Long Tail? Was soll das sein? Ein Klick bei Amazon und meine Neugierde nahm ständig zu. Ich verschlang das Buch regelrecht. Der Mann hat das Thema wirklich gut durchdacht, sonst könnte man nicht so klar und verständlich schreiben – dachte ich mir damals. Also ganz im Sinne von Sir Karl Popper! Gut so.In diesem Blog will ich nun dieses Startthema einem größeren Forum sogenannter B2B-Interessierter als Plattform anbieten. Warum? Weil ich als Berater im B2B-Umfeld jeden Tag erneut Geschäftsführer und Führungskräfte auf diesen Thema anspreche. Doch allerorts erlebe ich meistens Achselzucken! Doch andererseits befürchte ich beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau erhebliche strategische Auswirkungen auf heutige Geschäftsmodelle. Aber welche? Es fällt mir – zugegeben – schwer, Konkreteres zu fassen. Oder anders: Ich tappe noch zu viel im Dunkeln!
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