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  • Dr. Jens Pape
  • Geschäftsführender Vorstand
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Grundlage der Betrachtung: Systemisches Denken

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Wieso ist es sinnvoll, neben Fachberatungswissen Systemisches Denken als Basis für Veränderungsprozesse zu nutzen?

Ein "Zuviel" an Routine und festen Strukturen bremst Entwicklungen und Fortschritt sowohl bei den beteiligten Mitarbeitern als auch hinsichtlich der unternehmerischen Prozesse. Häufig fehlt der Anstoß für neue Strategien. Spätestens dann ist es Zeit, bewährt geglaubte Sichtweisen und Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und neue Denkrichtungen anzustoßen. Im systemischen Beratungsprozess werden mit Hilfe spezieller Fragetechniken und Methoden Blickwinkel erweitert, die zu neuen Chancen und nachhaltigeren Lösungen führen. Systemisch orientierter Berater tragen dazu bei:


- Interne Ressourcen gezielter zu erkennen und auszuschöpfen
- Dynamiken und Zusammenhänge besser zu verstehen
- Gewonnene Erkenntnisse für den Fortschritt des Unternehmens nutzbar zu machen

Die Werkzeuge, die dazu benötigt werden, kommen aus unterschiedlichsten Disziplinen:

  • Biologie (Varela, Maturana)
  • Soziologie (Luhmann, Parsons)
  • Systemische Familientherapie (Selvini-Palazzoli)
  • Ökologie, Physik (Capra, Vester)
  • Kommunikationstheorie (Bateson, Watzlawick)
  • Kybernetik, allgem. Systemtheorie (Beer, Bertalanffy)

Nutzen Sie die hilfreichen Werkzeuge. Gewinnen Sie damit trag- und lernfähige Lösungswege, die Ihre Organisation weiterbringen. Ihre Abhebung steckt im Detail!

Daniel Pinnow schreibt in seinem neusten Werk "Führen - Worauf es wirklich ankommt", erschienen im Gabler Verlag, zu Systemischer Führung folgendes:

"Das Ganze sehen: Die Antwort auf die Herausforderungen und Entwicklungen des 21. Jahrhunderts ist die sys­temische Führung. Systemisches Führen, das auf personenorientierte Entwicklung und Ver­änderung setzt, befindet sich als Ansatz im permanenten Spannungsverhältnis zwischen den Erfordernissen der Globalisierung, die auf Vernetzung, Geschwindigkeit und Wissensma­nagement setzt, und der Individualität - oder drastisch ausgedrückt: Egomanie - der einzel­nen Führungskraft. Die systemische Perspektive ist offen für Beziehungen, Kommunikation, Wandel, die Um­welt und sie lässt Raum für persönliches Wachstum, Mitunternehmertum, Eigenverantwor­tung, Engagement und Vertrauen. Systemische Führung ermöglicht vernetzte Entscheidun­gen, die die komplexen, dynamischen und kritischen Rahmenbedingungen heute erfordern. Systemfisch zu führen bedeutet, individuell zu führen, einen eigenen, flexiblen Stil zu haben und diesen den Gegebenheiten, der Organisation und den Menschen, die man führt, jederzeit anpassen zu können, statt nur schematisch mit standardisierten Tools zu arbeiten. Der Begriff "systemisch" ist mystisch verklärt in aller Munde. Alles und jeder arbeitet angeb­lich systemisch. Dabei kann kaum jemand wirklich erklären, was systemisch heißt. Losgelöst vom sozialwissenschaftlichen Unterbau der klassischen Systemtheorie bedeutet "systemisch" zu denken beim Thema Personalführung schlicht und ergreifend: in Zusammenhängen zu denken. Es bedeutet außerdem zu betrachten, ohne zu bewerten. Und "systemisch" arbeiten heißt Fragen stellen und nicht fertige Antworten parat haben: Wozu ist das gut? Was steckt dahinter? Wo liegt der Sinn? Was hängt davon ab? Auf welchen verschiedenen Ebenen spie­len sich bestimmte Prozesse und Handlungen ab? Welche Wechselbeziehungen gibt es? Der systemische Blick erweitert den Fokus von der Person oder dem Problem auf die gesam­ten Zusammenhänge und konzentriert sich weniger auf einzelne Größen als vielmehr darauf, was zwischen den einzelnen Größen bzw. Akteuren geschieht. Durch gezieltes, systemati­sches Fragen und aufmerksames Zuhören kann man die innere Landkarte einer Person oder einer ganzen Organisation "lesen". Neben dem Fragen und dem Hören ist das Beobachten eine Gnindvoraussetzung für systemisches Handeln. Beobachten, wie andere die Dinge um sich herum wahrnehmen - und was sie dabei nicht sehen."